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Kunst im Licht
Ein erfülltes Jahr 2007 liegt hinter uns.
Gerade die Glasmalerei wurde ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Die
sieben 60 mal 90 cm großen Scheiben für die Curie des
Prämonstatenserordens sind fertig gemalt. Nun werden die letzten
Bilder noch gerahmt. General Abt Thomas Handgrätinger O.Präm.
freut sich bereits auf die Ankunft der Fenster im Frühjahr
2008 in Rom. Ein weiters Fenster, mit dem Motiv der Schwester Emilia
Podolska, wurde bereits in den Konvent der Prämonstatenserinnen
nach Krakau geliefert. Besonderer Dank gilt Pater Gabriel Wolf O.Präm.,
dem Generalpostulator des Ordens. Er mühte sich in sachkundiger
Weise um die Motivfindung. Zusammen mit ihm konnten wir die malerische
Arbeit an diesem Werk nun vollenden.
Eine besondere Freude war im Frühjahr die
Arbeit mit und für die Glasmalerei Binsfeld in Trier. Das Christusfenster,
das Fenster mit dem Sonnengesang und dem Bildnis des Hl. Franz von
Assisi und die Schwarzlotmalerei des Hl. Apostel Matthias gehören
nun zur ständigen Ausstellung in der Werkstatt in Trier. Dort
können sie besichtigt werden. (Anmeldung: Glasmalerei Binsfeld,
Saarstraße 39, 54290 Trier, Tel.: 0651 94 80 70) Wir danken
Herrn Dornoff und seinen Mitarbeitern.
Zwischenzeitlich konnte im Oktober auch das
"Dreikönigsfenster" für das Kurhaus Bartholomäus
in Bad Wörishofen fertig gebleit werden. Es befindet sich zunächst
in Mindelheim im Stadtmuseum. Ab Frühjahr 2008 befindet sich
das Bild im Kurhaus Bartholomäus in Bad Wörishofen, Erlenweg
7. Unser Dank gilt Herrn Georg Mader von der Tiroler Glasmalerei
in Innsbruck und seinen Mitarbeitern.
Für das "Dreikönigsfenster" wurden wir mit dem
"St. Lukaspreis 2007" ausgezeichnet. Der "St. Lukaspreis"ist
eine Auszeichung der Stadt Mindelheim für Christliche Kunst.
Für die historische Orgel der alten Kirche
St. Martin in Attnag-Puchheim (Oberösterreich) wurden bei uns
drei Holztafeln gemalt, die für die Orgelbrüstung und
den Spieltisch zum Kirchenschiff hin gedacht sind. Die beiden seitlichen
Tafeln (je ca. 90 mal 150 cm) sind mit dem Alleluja zum Fest des
Hl. Martin geschmückt. Die Ausführung erfolgte in Acryl
und Öl auf Holz in einer Quadratnotaion im Stil des
15.- 16. Jahrhunderts. Die Orgel selber wird durch ein Bildnis der
musizierenden Hl. Caecilia, der Patronin der Kirchenmusik, geziert.
Am Festtag des Heiligen Martin, am 11. November wurde die Orgel
durch den Propst des Stiftes St. Florian, Johann Holzinger, eingeweiht.
Besonderer Dank gilt hier Hubert Nitsch, dem
Kunstreferenten der Diözese Linz und dem Architekten Markus
Leibner aus Vöcklabruck für die konstruktive und fruchtbare
Zusammenarbeit.
Im Dezember entstand eine Pergamenturkunde für
die Überführung der Gebeine des Hl. Apostels Matthias
in das neu gestaltete Apostelgrab in der Abteikirche St. Eucharius
- St. Matthias in Trier. Die Urkunde wurde in einer Halbunzialen
aus Freising, des 8. Jahrhunders auf echt Pergament ausgeführt
und in einem Glaszylinder den Gebeinen des Apostels in den Schrein
mitgegeben. Die Translatio (Überführung) wurde von Bischof
Reinhard Marx (kurz nach seiner Ernennung zum Erzbischof von München
und Freising) und Abt Ignatius Maaß OSB wurde am 10. Dezember
2007, dem Festtag des Hl. Eucharius, im Rahmen eines Festgottesdienstes
vorgenommen.
Die gestalterische Arbeit an der Orgel für
die Kirche St. Elisabeth in Augsburg (Lechhausen) macht große
Fortschritte. Die äußere Form ist nun fast fertig geplant.
Die Farbgebung und Lichtführung innerhalb der Orgel sind in
Arbeit. In seiner Orgelbauwerkstatt in Knottenried arbeiten Siegfried
Schmied und seine Mitarbeiter bereits an den Windladen und Schwellwerken.
Ein Teil der bis zu 5,20 m hohen Holzpfeifen ist bereits gefertigt.
Der Aufbau erfolgt im Frühjahr. Ab Pfingsten 2008 folgt durch
uns die Farbfassung aller Holzteile der Orgel.
Für die Kirche St. Willibrord in München
entstehen gerade erste Vorschläge für die Beleuchtung
und die Gestaltung von Altar- und Kirchenraum.
Für die Stadt Kirchberg im Hunsrück
arbeiten wir an Vorschlägen für ein Fest-Logo zum 750.
Stadtjubiläum 2009.
Für die Zukunft haben wir vor, unseren
Standort im Hunsrück stärker auszubauen.
Die Kontaktadresse bleibt jedoch vorerst weiterhin München.
Wir hoffen, dass auch das aufstrebende Jahr
viele schöne Aufgaben für uns bereithält.
Alles Gute und viel Erfolg
wünschen Ihnen von Herzen
Claus Göhler und Andreas Armin d´Orfey
Lebenslauf:
Dipl. Des. Andreas d´Orfey versucht
in seiner Arbeit Schrift und Bild eng zu verbinden. Die Information
durch die geschriebene Schrift wird nicht einfach ergänzt durch
ein zeichnerisch-malerisches Element, beides wird vom jeweils Anderen
durchdrungen, wird Teil des Anderen. Seine Schwünge und die Vitalität
seiner Linienführung sind den Zeichnungen, den Malereien wie
auch den freien Schriften zu Eigen.
Andreas d'Orfey (geb. 1961) wuchs im Hunsrück
auf. In Simmern/Hunsrück absolvierte er ab 1976 eine Schriftsetzerlehre
im Bleisatz. 1982-90 studierte er an der Fachhochschule in Trier
u. a. bei Prof. Joachim Lubahn (Schrift) und schloss mit dem Diplom
im Fach Buchgestaltung bei Frau Prof. Aniela Kuenne ab. Nebenher
betrieb er Studien in den Fakultäten Katholische Theologie
und Kunstgeschichte der Uni Trier. Seit 1991 ist er in München
als selbständiger Illustrator, Buchgestalter, Maler und Kalligraph
ansässig. 1991 begann er seine Kurstätigkeit auf dem Gebiet
Kalligraphie. Seit 1993 unterrichtete er an der Blocherer Schule
München in den Fachbereichen Graphik und Innenarchitektur die
Fächer figürliches Zeichnen und experimentelle Kalligraphie.
1993 begann er zusammen mit Ingeborg E. Müller seine Tätigkeit
am Dombergscriptorium Freising.
Auf zahlreichen Ausstellungen waren seine Werke
zu sehen, so z. B. 1990 im Klingspormuseum in Offenbach, 1994 im
Kloster Andechs, 1996 in der Marienkirche in Osnabrück. Er
beteiligte sich im vergangenen Jahr auch an der Wanderausstellung
Mostra "Tempo2000 Time" , die in vielen Städten Italiens
zu sehen war. 2006/2007 waren einige seiner Glasmalereien in der
Ausstellung "Das farbige Licht" in Pfarrkirchen (Niederbayern)
zu sehen.
Seine Lehraufträge in den Fachgebieten
Malerei, Illustratives Zeichnen und Experimentelle Kalligraphie
riefen ihn in den letzten Jahren nach Kloster Plankstetten, Freising,
Gelsenkirchen, Graz und Seoul (Süd-Korea).
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